Architektur muss brennen!

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Der Österreicher Wolf D. Prix ist einer der erfolgreichsten und renommiertesten Architekten des deutschsprachigen Europas. Im Verlauf seiner bisher knapp 50-jährigen Karriere hat er noch keine Kontroverse gescheut und liebt es, gesellschaftlich, politisch und kulturell anzuecken.
Diesen provokativen Gestus bringt der Wiener Stararchitekt mit seinem Büro Coop Himmelb(l)au auch in seinem architektonischen Werk zum Ausdruck. Die Gebäude von Prix polarisieren, sind in Fachkreisen stets umstritten und verhalten sich damit in gewisser Weise ähnlich wie ihr Schöpfer.
Im Frühjahr 2015 hat sich Wolf D. Prix nun exklusiv und erstmalig dazu bereit erklärt, diesen einzigartigen künstlerischen Werdegang noch einmal zu beschreiten und in einem Dokumentarfilm zu rekonstruieren.

Der Film dokumentiert dabei nicht einen alten Mann, der zurückgelehnt und auf sein Lebenswerk blickt, sondern einen nach wie vor rastlosen und weltgewandten Baukünstler, der noch immer gerne provoziert und keine Gelegenheit scheut, seine politische und gesellschaftskritische Vision zu formulieren.

1968 war Prix Gründungsmitglied des Avantgarde-Trios Coop Himmelb(l)au, 1980 verfasste er das Manifest „Architektur muss brennen!“. Dies ist auch der Titel von Matthias Fricks Dokumentarfilm anlässlich des 75. Geburtstages eines ebenso Unermüdlichen wie Unbequemen.

Doc 52′
Regie: Mathias Frick
Produktion: Johannes Rosenberger, Navigator Film Wien; Laurin Merz, HOOK Film & Kultur Produktion GmbH Zürich; SRF und ORF, 2017

 


Brotmuseum Paneum, 2017 in Asten, Österreich